Goldene Tellerränder 2017

Die alljährlichen Blog-Awards.

Es sei mir ein Jahr mehr erlaubt, alle von mir gesehenen Neuerscheinungen des Jahres 2017 (und um das Jahr 2017) herum in einem fiktiven Wettbewerb, den Goldenen Tellerrändern, gegeneinander konkurrieren zu lassen, da mir gewöhnliche Blog-Aggregate zu konsensual und gleichartig ausfallen, weil dort am Ende die Quantität zählt, wie oft ein Film von den Abstimmenden gesehen wurde.

Sechsmal nominiert: „The Death Of Louis XIV“ (Albert Serra, 2016)

Auch dieses Jahr sei es mir wieder durch die wertungsphilosophische Brille einer primären Inhaltskritik erlaubt, die aber den Inhalt immer nur im Zusammenspiel mit seiner Form betrachtet. Weil ein guter Film nur durch die kongeniale Verknüpfung von Form und Inhalt gut sein kann, weil das eine immer Agent für das andere und umgekehrt ist.

Wir leben in Zeiten immer weiter verengender Horizonte. In denen der gemeinsame Nenner Netflix heißt, ein Multikonzern mit sträflichst ärmlicher Auswahl an Filmen und zumindest lange nicht das volle Potenzial erreichender Auswahl an Serien. Und der sich frei bzw. willkürlich in Sekundenbruchteilen dazu entscheiden kann, ein angebotenes Produkt wieder unzugänglich zu machen und dies natürlich aus kommerziellen Kalkül machen wird: Uns also dazu verdonnert, in einer Monokultur zu leben, in der ein anderer nicht-massentauglicher Geschmack gar keine Grundlage zum Weiterleben hat und nur überleben kann, wenn er eine Nische findet und ausbaut. Wa wiederum einen subkulturellen Hype benötigt, der dann wieder ausgeschlachtet werden kann und sich im Weiteren demokratisieren, kommerzialisieren und schließlich banalisieren wird. Und diese schlechteste aller Welten, Netflix, in Zeiten einer technisch möglichen Allzugänglichkeit von Medien, wird von allen einzig aus dem niederen Grund der Bequemlichkeit fortgetragen. Ein ganz gutes Beispiel eigentlich dieser ein bisschen totbemühten Metapher von Platons Höhle für das soziale und kulturelle Angebot des Neoliberalismus.

In diesen Zeiten nimmt sich dieser Blog mal wieder den Spaß heraus, mit jenen Filmen zu hantieren, die die wenigsten gesehen haben. Aus reiner Überzeugung, dass es diese Filme wirklich verdient haben.

Für die wenigen Leser, die diese Filme wirklich gesehen haben bzw. jene, die bereit sind, sich dahingehend inspirieren zu lassen und denen der Aufwand nicht zu groß scheint, sich diese Filme auch zu besorgen und sie anzusehen.
Und natürlich für mich selbst.

Best Make Up And Hairstyling
Land Of Mine“ (Martin Zandvliet, 2015)
„The Shape Of Water“ (Guillermo Del Toro, 2017)
„Ava“ (Léa Mysius, 2017)
„Zama“ (Lucrecia Martel, 2017)
„The Death Of Louis XIV“ (Albert Serra, 2016)

And the winner is …
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Best Production Design
„Zama“ (Lucrecia Martel, 2017)
„The Death Of Louis XIV“ (Albert Serra, 2016)
„The Square“ (Ruben Östlund, 2017)
„The Happiest Day In The Life Of Olli Mäki“ (Juho Kuosmanen, 2016)
„Loveless“ (Andrey Zvyagintsev, 2017)

And the winner is …
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Best Costum Design
„Sami Blood“ (Amanda Kernell, 2016)
„Zama“ (Lucrecia Martel, 2017)
„I Am Not Madame Bovary“ (Xiaogang Feng, 2016)
„The Death Of Louis XIV“ (Albert Serra, 2016)
„A Ghost Story“ (David Lowery, 2017)

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Best Score/OST
„Jeannette: The Childhood Of Joan Of Arc“ (Bruno Dumont, 2017)
„The Other Side Of Hope“ (Aki Kaurismäki, 2017)
Destruction Babies“ (Tetsuya Mariko, 2016)
„Baby Driver“ (Edgar Wright, 2017)
Beautiful Things“ (Giorgio Ferrero, 2017)

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Best Sound Mixing
„The Death Of Louis XIV“ (Albert Serra, 2016)
Beautiful Things“ (Giorgio Ferrero, 2017)
„Blade Runner 2049“ (Denis Villeneuve, 2017)
„mother!“ (Darren Aronofsky, 2017)
„The Red Turtle“ (Michael Dudok de Wit, 2016)

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Best Sound Editing
„Good Time“ (Ben & Joshua Safdie, 2017)
„Ciao Chérie“ (Nina Kusturica, 2016)
Beautiful Things“ (Giorgio Ferrero, 2017)
„Baby Driver“ (Edgar Wright, 2017)
„mother!“ (Darren Aronofsky, 2017)

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Best Visual Effects
„The Untamed“ (Amat Escalante, 2016)
„The Gulf“ (Emre Yeksan, 2017)
„A Ghost Story“ (David Lowery, 2017)
„mother!“ (Darren Aronofsky, 2017)
„Blade Runner 2049“ (Denis Villeneuve, 2017)

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Best Film Editing
Beautiful Things“ (Giorgio Ferrero, 2017)
„mother!“ (Darren Aronofsky, 2017)
„120 BPM“ (Robin Campillo, 2017)
„A Ghost Story“ (David Lowery, 2017)
„Good Time“ (Ben & Joshua Safdie, 2017)

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Best English Language Feature
„The Florida Project“ (Sean Baker, 2017)
„Good Time“ (Ben & Joshua Safdie, 2017)
„Blade Runner 2049“ (Denis Villeneuve, 2017)
„mother!“ (Darren Aronofsky, 2017)
„Lean On Pete“ (Andrew Haigh, 2017)

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Best Debut Feature
„The Happiest Day In The Life Of Olli Mäki“ (Juho Kuosmanen, 2016)
Beautiful Things“ (Giorgio Ferrero, 2017)
The Blessed“ (Sofia Djama, 2017)
„Die beste aller Welten“ (Adrian Goiginger, 2016)
„Playground“ (Bartosz M. Kowalski, 2016)

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Best Adapted Screenplay
„I Am Not Madame Bovary“ (Xiaogang Feng, 2016)
„Zama“ (Lucrecia Martel, 2017)
„Heal The Living“ (Katell Quillévéré, 2016)
„The Long Excuse“ (Miwa Nishikawa, 2016)
„Lean On Pete“ (Andrew Haigh, 2017)

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Best Original Screenplay
„Captain Fantastic“ (Matt Ross, 2016)
„The Happiest Day In The Life Of Olli Mäki“ (Juho Kuosmanen, 2016)
The Blessed“ (Sofia Djama, 2017)
Western“ (Valeska Grisebach, 2017)
„The Florida Project“ (Sean Baker, 2017)

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Best Cinematography
„The Death Of Louis XIV“ (Albert Serra, 2016)
„Kaili Blues“ (Gan Bi, 2015)
„Zama“ (Lucrecia Martel, 2017)
Beautiful Things“ (Giorgio Ferrero, 2017)
„Good Time“ (Ben & Joshua Safdie, 2017)

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Best Supporting Actress
Ecem Uzun („Clair Obscur“)
Lyna Khoudri („The Blessed„)
Brooklynn Prince („The Florida Project“)
Oona Airola („The Happiest Day In The Life Of Olli Mäki“)
Rooney Mara („A Ghost Story“)

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Best Supporting Actor
Ben Safdie („Good Time“)
Steve Buscemi („Lean On Pete“)
Lucas Hedges („Manchester By The Sea“)
Reinhardt Wetrek („Western„)
Lukas Miko („Die beste aller Welten“)

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Best Actress
Verena Altenberger („Die beste aller Welten“)
Nadia Kaci („The Blessed„)
Ia Shugliashvili („My Happy Family“)
Lily Gladstone („Certain Women“)
Ruth Negga („Loving“)

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Best Actor
Jean-Pierre Léaud („The Death Of Louis XIV“)
Jarkko Lahti („The Happiest Day In The Life Of Olli Mäki“)
Przemyslaw Balinski („Playground“)
Sami Bouajila („The Blessed„)
Meinhard Neumann („Western„)

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Best Director
The Blessed“ (Sofia Djama, 2017)
Western“ (Valeska Grisebach, 2017)
„Frost“ (Sharunas Bartas, 2017)
Destruction Babies“ (Tetsuya Mariko, 2016)
„Die beste aller Welten“ (Adrian Goiginger, 2016)

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Best Picture
Western“ (Valeska Grisebach, 2017)
„Frost“ (Sharunas Bartas, 2017)
„Lean On Pete“ (Andrew Haigh, 2017)
„mother!“ (Darren Aronofsky, 2017)
Beautiful Things“ (Giorgio Ferrero, 2017)
The Blessed“ (Sofia Djama, 2017)
Destruction Babies“ (Tetsuya Mariko, 2016)
„Blade Runner 2049“ (Denis Villeneuve, 2017)
„Good Time“ (Ben & Joshua Safdie, 2017)
„Florida Project“ (Sean Baker, 2017)

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Statistisches
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